Patrick Löhl: „Feel the soul of the light“

Patrick Löhl - Interview MOLOGUE

Fotograf Patrick Löhl ist für die Fotografie ein echter Glücksfall. Als wir diesen talentierten Fotografen vor einigen Monaten das erste Mal entdeckten, waren wir von seinen Bildern schlicht begeistert. Umso mehr freut es uns, dass sich Patrick Löhl Zeit genommen hat, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Dieser Fotograf und seine Bilder sind absolut sehenswert. Aber seht selbst:

MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl

 

MOLOGUE: Hallo, Patrick, stell dich den Lesern einmal vor: wer bist du?

Patrick Löhl: Hallo, ich bin Patrick, 26 Jahre alt, wohne in Oberursel, in der Nähe von Frankfurt und bin hauptberuflich Koch. Vor knapp 2 Jahren hat meine Freundin Alina mich auf ein Shooting als Assistent mitgenommen. Ich hatte keine Ahnung, was eine Blende, ISO geschweige denn eine Verschlusszeit war. Außerdem hatte ich bis dahin den Dioptrinausgleich an meiner Kamera falsch eingestellt, sodass ich bis dato nur unscharfe Bilder produziert habe. Haha. Aber Hauptsache, ich hatte eine Spiegelreflexkamera mit 2 Objektiven. Ab dem Zeitpunkt habe ich die Portraitfotografie für mich entdeckt.

MOLOGUE: Wieso bist du Fotograf geworden?

Patrick Löhl: Die Fotografie ist für mich mein kreativer Ausgleich zu dem Alltag. Ich habe schon immer gerne fotografiert, mir bereitet es extrem viel Freude, schöne und einzigartige Momente fest zu halten.

MOLOGUE: Was reizt dich an der Fotografie?

Patrick Löhl: Ich kann mich mit der Fotografie ausdrücken, was ich gerade fühle und erlebt habe.

MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl

MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl

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MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl

MOLOGUE: Was inspiriert dich?

Patrick Löhl: Ich lass mich gerne von allen möglichen Dingen inspirieren. Ich liebe es, auf Pinterest Moodboards zu erstellen, mich fasziniert der Algorithmus, wenn ich mir die Bilder angucke und die Ideen immer weiter vertiefen kann. Zeitschriften und Bildbände ebenso. Aber am meisten lasse ich mich durch das Licht inspirieren. Es ist für meine Art der Fotografie das allerwichtigste.

MOLOGUE: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Patrick Löhl: Feel the soul of the light

Patrick Löhl - Interview MOLOGUE

MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl
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MOLOGUE: Hast du einen Workflow, wenn du fotografisch tätig bist?

Patrick Löhl: Bei mir beginnt extrem viel in der Vorarbeit. Ich habe einen ziemlich genauen Plan, was für Bilder ich haben will und arbeite da gezielt darauf hin. Wenn ich das passende Gesicht gefunden habe, geht’s los. Dann rattert mein Kopf. Ich erstelle für jede Person ein eigenes und individuelles Moodboard. Von der Art, in welche Richtung das Shooting geht, über die Emotionen, Klamotten etc. Wenn ich das Moodboard erstellt habe, präsentiere ich es und wir gehen es gemeinsam durch. Oftmals kommen dann neue Ideen hinzu. So entsteht dann ein gemeinschaftliches Projekt. Ich bin während der Zeit im regelmäßigen Kontakt mit den Personen. Dadurch lernt man die andere Person besser kennen und erschafft so eine vertrauliche Basis, die für mich genauso wichtig ist wie das passende Licht und die richtige Musik. Locationscouting gehört ebenfalls dazu. Wo steht zu welcher Tageszeit die Sonne, wie verhält sich Licht und Schatten. Das sind alles Faktoren, die meinen Workflow ausmachen. Klingt nach viel Aufwand, ist es auch. Ich mache es von Herzen gern. Die Bilder am Ende sprechen für sich.

MOLOGUE: Hast du ein persönliches „Lieblingsbild“?

Patrick Löhl: Tatsächlich habe ich kein persönliches Lieblingsbild. Ich habe natürlich meine Favoriten, aber ich könnte es nicht auf eins beschränken. An meinen Favorites lass ich euch gerne teil haben.

MOLOGUE: Wie nutzt du die sozialen Plattformen für deine Arbeit?

Patrick Löhl: Ich benutze, wie die meisten, hauptsächlich Instagram. Facebook spielt für mich keine große Rolle mehr. Ich teile meine Bilder via Instagram mit meiner privaten Facebook Seite und poste in eine Facebook Gruppe – das wars. Wie es ja zu erwarten war, passiert mit Instagram genau das gleiche wie mit Facebook. Die Algorithmen ändern sich, Beiträge rutschen direkt nach unten durch, die Reichweite wird gedrosselt. Trotzdem mag ich es, auf Instagram meine Arbeiten zu präsentieren. Man sollte nicht immer nur drauf schimpfen, es ist halt so und ändern können wir es dadurch eh nicht.

MOLOGUE Interview mit Fotograf Patrick Löhl

MOLOGUE: Hand aufs Herz: welchen Fotografen/Fotografinnen findest du persönlich großartig und warum?

Patrick Löhl: Jean Noir: Ich mach da kein Geheimnis draus, Jean ist für mich das absolute Vorbild als Fotograf. Seine Art zu fotografieren, der Umgang mit dem Menschen, Kreativität und Emotionen aus der Person raus zu holen, wo sich andere nur fragen: „wie macht er das?“. Das sind nur einige Dinge, die ich sehr an ihm schätze. Hätte ich damals nicht den Schritt gewagt, sein Intense Coaching zu besuchen, wäre dieses Interview nie zu Stande gekommen.

Haris Nukem: Seine provokante, intensive und extrovertierte Art zu Fotografieren fasziniert mich total. Er ist eine absolute Bereicherung, die eigene Kreativität auf ein neues Level zu bringen.

Kim Höhnle: Ihre emotionalen und tiefen Bilder erkennt man unter allen schwarz/weiß Fotografien. Kim’s Umgang mit hartem Licht und Schatten ist pure Kunst und Ästhetik.

Wir danken Patrick Löhl für das Interview.

Mehr Bilder von Patrick Löhl kannst du dir hier anschauen:

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