MOLOGUE-Interview mit dem Portraitfotografen Hannes Höchsmann

Bild von Hannes Höchsmann und einem Model - Bild für das MOLOGUE Interview

„Nicht die Technik macht das Bild, sondern das Auge!“

Wir haben einen neuen Lieblingsfotografen: Hannes Höchsmann macht Bilder, die man sich immer wieder anschauen muss. Dieser Stil ist einfach großartig. Und nebenbei ist er auch noch ein verdammt sympathischer Fotograf. Wenn du also wissen möchtest, was Hannes Höchsmann inspiriert und wie er zur Fotografie gekommen ist, solltest du dieses Interview unbedingt lesen!

MOLOGUE: Hallo Hannes! Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Hannes Höchsmann: Ich wachte an einem Samstag Morgen auf und beschloss mir eine Kamera zu kaufen. So ganz spontan eigentlich. Mit dem Gedanken spielte ich zwar schon Jahre lang, hatte aber leider nie Geld dafür übrig, da ich alles in Gitarren und Verstärker investierte. Von da an ging die Reise los. Damals war die Fotografie bei mir aber auch noch nicht so extrem populär wie heute, obwohl es erst vor ein paar Jahren war (2012)

MOLOGUE: Welche Tipps kannst du Anfängern auf den Weg geben?

Hannes Höchsmann: Machen, Machen, Machen! Und niemals aufgeben! Sich von Anderen eine Meinung einholen. Offen für Experimente sein, und versuchen, seinen Stil zu finden. Nicht nachzumachen sondern selber erschaffen. Mit anderen Fotografen zusammen arbeiten und sich reinhängen wenn was Gescheites dabei rauskommen soll! Denn von nichts kommt auch – wie bekanntlich – nichts. Und nicht die Technik macht das Bild, sondern das Auge!

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MOLOGUE: Welche Fotografen beeinflussen deine Arbeit?

Hannes Höchsmann:  Unterbewusst werde ich wahrscheinlich von sehr vielen Fotografen beeinflusst. Ich mag die Arbeiten von Vincent Peters total gerne. Peter Lindbergh natürlich auch. Dazu noch Annie Leibovitz und Szymon Brodziak. Oder Joakim Karlsson. Jeder Fotograf hat so seine Art und seine Eigenheit die ich cool finde. 😊

MOLOGUE: Wie nimmst du Feedback von anderen Fotografen wahr?

Hannes Höchsmann: Das kommt ganz drauf an.  Aber grundsätzlich fasse ich das Feedback auf und versuche das Bild nochmal von einer anderen Ansichtsweise zu begutachten. Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. 😀 Manchmal wird man auch auf Dinge im Bild hingewiesen, die man teilweise ganz anders, oder noch gar nicht so betrachtet hat. Feedback ist schon wichtig und auch hilfreich… So lange es nicht sinnlose schlechte Kritik ist.

MOLOGUE: Welche Rolle spielen die sozialen Medien bei deiner fotografischen Arbeit?

Hannes Höchsmann: Die spielen eine ganz wichtige Rolle… Ohne die sozialen Medien würde ich jetzt kein Interview geben. 🙂 Die beeinflussen mich teilweise schon stark. Nicht unbedingt bewusst, aber unterbewusst auf alle Fälle! Unter anderem bringen sie mir auch sämtliche Kunden/Kontakte. Denn fast alle in der heutigen Zeit benutzen Facebook, Instagram und co.

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MOLOGUE: Wo holst du dir die Inspirationen her?

Hannes Höchsmann: Pinterest spielt eine große Rolle. Und allgemein die sozialen Medien. Leider komme ich zu selten raus, um mir Inspirationen ausserhalb meiner vier Wände zu holen. Sollte ich auch noch dieses Jahr ändern. Ansonsten ganz viele Bücher, Zeitschriften, Konzerte usw. Man kann sich eigentlich überall inspirieren lassen.

MOLOGUE: Wie wichtig ist eine gute Kamera für ein gutes Bild?

Hannes Höchsmann: Eine gute Kamera bringt gute Pixel – mehr auch nicht! Die Technik ist nicht entscheidend. Manche machen mit einer billigen DSLR bessere Fotos als mit einer 10.000 Euro Ausrüstung. Klar hat man mehr Qualität, doch das ist nicht entscheidend. Wenn ich meine Vollformat hergeben würde, und dann nur noch mit einer ganz kleinen Kamera fotografieren würde, würde es den wenigsten auffallen – denke ich.

MOLOGUE: Wie würdest du deinen fotografischen Stil beschreiben?

Hannes Höchsmann: Puh.. schwer zu sagen. Denk mal eine Mischung aus sinnlicher, nicht zu nackter Erotik. Gemischt mit melancholischen Portraits.Einfach, aber doch mit Stil. So würde ich das mal sagen… 😀

MOLOGUE: Welches fotografische Thema würdest du gern mal ausprobieren?

Hannes Höchsmann: Ich würde mich gerne mal in der Food Fotografie ausprobieren. Das würde mich echt interessieren.

Wir danken Hannes Höchsmann für das Interview.

Weitere Arbeiten des Portraitfotografen Hannes Höchsmann kannst du dir auf seiner Website, auf Facebook und auf seinen Instagram-Account ansehen.

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