März-Ausgabe 2017 mit Patrick Pfaff

Patrick Pfaff für MOLOGUE

Patrick Pfaff: Jeder ist auf seine eigene Art und Weise schön

Patrick’s Bilder haben wir das erste mal vor einigen Monaten auf Instagram richtig wahrgenommen. Und schon damals waren wir geflashed von seinen Aufnahmen. Sein Instagram-Account beinhaltet einfach nur starke Bilder. Diese Lichtstimmung, die beständig hohe Qualität und die perfekten Bildkompositionen sind einfach große Kunst. Für uns bei MOLOGUE war klar: Diesen Fotografen müssen wir euch näher vorstellen. Vielleicht denkst du dir jetzt, dass wir maßlos übertreiben. Glaube uns, nach diesen Bildern wirst auch du ein großer Fan von den Fotografien von Patrick Pfaff sein.
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MOLOGUE: Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Patrick Pfaff: Im Jahr 2010 begann alles mit einer Canon 550D, damals konzentrierte ich mich noch mehr aufs filmen, da ich zu dieser Zeit noch aktiv in der Skaterszene tätig. Im Laufe der Zeit änderte sich dies und ich begann überwiegend, Landscape zu fotografieren. Ende 2013, Anfang 2014 nahm ich dann vermehrt Menschen mit ins Bild und fotografierte überwiegend Portraits in der Natur. Bilder aus dieser Zeit findet man z.B. noch auf farbwolke.de. Jedoch merkte ich 2015, dass meine große Leidenschaft der Landschaftsfotografie gilt und ich meinen Fokus überwiegend darauf legen wollte. Die Portraitfotografie habe ich aber nicht völlig an den Nagel gehängt, gerne verbinde ich sie mit meinen Landscape – Aufnahmen, um die Gewalt der Natur noch besser darzustellen und das Größenverhältnis zwischen Mensch und Natur zu verdeutlichen.

MOLOGUE: Welche Fotografen beeinflussen deine Arbeit?

Patrick Pfaff: Wirklich beeinflussen würde ich es nicht nennen, da ich immer versuche meinem eigenen Stil treu zu bleiben. Jedoch habe ich zwei Fotografen, dessen Arbeiten mich wirklich zu 100% überzeugen und die mich wirklich inspirieren. Es handelt sich um @shortstache und @jasoncharleshill. Oft finde ich die Bildlooks vieler Fotografen sehr ähnlich und man erkennt diese nicht aus der Masse heraus. Diese beiden jedoch verfolgen ihren völlig eigenen Stil und hinterlassen meiner Meinung nach einen tollen Wiedererkennungswert.

MOLOGUE: Welche Tipps kannst du Anfängern auf den Weg geben?

Patrick Pfaff: Zunächst würde ich sagen, dass man viel Geduld und sich einfach ausprobieren muss, um heraus zu finden, welche Richtung der Fotografie einem am besten liegt und bei was einem das Herz am meisten aufgeht. Erst wenn man dies herausgefunden hat, kann man wirklich zufrieden mit seiner Arbeit sein. Außerdem braucht man nicht immer die teuersten und technisch hochwertigsten Kameras, um tolle Aufnahmen zu machen, denn die meisten Funktionen dieser Kameras sind für Anfänger nur unnötig verwirrend und werden meist eh nicht genutzt. Selbst mit einem iPhone kann man super Fotos machen. Also investiert erstmal in euer Wissen und macht eure Erfahrungen, um auf den richtigen Weg zu kommen und sucht euch dann die dementsprechend passende Kamera aus.

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MOLOGUE: Wie nimmst du Feedback von anderen Fotografen wahr?

Patrick Pfaff: Gerne nehme ich Feedback von anderen Fotografen an, finde es aber zum Teil auch schwierig, da einfach jeder seinen eigenen Stil hat und jedem etwas anderes besser gefällt. Ich würde sagen, dass ich selbst mein größter Kritiker bin. Mir muss meine Arbeit zu 100% gefallen, sonst benutze ich diese Bilder nicht, selbst wenn sie anderen gefallen. Ich setze sehr auf Qualität statt Quantität. Das ist ein wichtiger Vorsatz für mich, denn nur so kann ich zufrieden sein. Jedoch bin ich immer offen für Bildideen und überlege/probiere gerne auch Vorschläge anderer aus.

MOLOGUE:  Welche Rolle spielen die sozialen Medien bei der fotografischen Arbeit?

Patrick Pfaff: Am wichtigsten ist für mich meine Webseite, an der ich sehr oft feile, um sie für meine Kunden anschaulicher zu machen. Diese ist auch mein erstes Aushängeschild, welches ich zukünftigen Kooperationspartnern zeige. Des weiteren spielen Instagram und Tumblr eine große Rolle für mich, denn auch darüber kann man zukünftige Partner und Kunden gut erreichen. Außerdem finde ich, dass Fotos auf diesen beiden Plattformen sehr schön und übersichtlich dargestellt werden. Auch  die sozialen Medien helfen mir dabei zu sehen, welcher Content am besten von mir ankommt und das ist für mich eines der besten Feedbacks, die man bekommen kann.

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MOLOGUE: Wo holst du dir deine Inspirationen her?

Patrick Pfaff: Ich erkunde gerne neue Orte und hole mir die Inspiration aus der Natur. Außerdem probiere ich viele Perspektiven aus – gerade bei Fotos die schon viel in den sozialen Medien auftauchen. Ganz einfach, um aus der Masse herauszustechen. Ich surfe auch gerne im Internet und mache mich schlau, was es in der näheren Umgebung alles zu entdecken gibt und wo es sich lohnt, ein paar tolle Aufnahmen zu machen. Eine große Inspiration für mich ist auch meine bessere Hälfte @kimberontour, denn zusammen reisen wir viel und 4 Augen sehen bekanntlich mehr als 2. So zeigt sie mir z.B. Locations, die ich so vielleicht nicht unbedingt ins Auge gefasst hätte, aber am Ende doch vom Ergebnis her mich begeistern.

MOLOGUE: Wie wichtig ist eine gute Kamera für ein gutes Bild?

Patrick Pfaff: Wie bereits oben erwähnt, empfinde ich eine gute Kamera nicht als zwingend notwendig für ein gutes Bild. Eher kommt es auf das Auge hinter der Kamera an und darauf wie das Wetter mitspielt. Denn ein völlig überbelichteter Himmel oder eine graue Suppe auf dem Bild sehen einfach nicht schön aus. Deswegen ist es auch immer vom Vorteil, sich halbwegs gut mit den Wettervoraussetzungen auszukennen. Dabei helfen auch einige Apps.

Wenn alles gut miteinander harmoniert, kriegt man selbst mit der schlechtesten Kamera ein tolles Bild zustande.

MOLOGUE: Wie würdest du deinen fotografischen Stil beschreiben?

Patrick Pfaff: Ich würde sagen, dass ich immer versuche mit echten und nicht zu gekünstelten Farben zu arbeiten, schließlich möchte ich die Natur so darstellen, wie sie sich meinem Auge bietet. Bei Portraitaufnahmen setze ich auch sehr auf Natürlichkeit, um die Menschen auf meinen Bildern nicht zu verfälschen und sie so zu zeigen wie sie sind, mit all ihren Ecken und Kanten. Denn jeder ist auf seine eigene Art und Weise schön.

MOLOGUE: Welches fotografische Thema würdest du gern mal ausprobieren?

Patrick Pfaff: Definitiv die Unterwasser – Fotografie! In letzter Zeit habe ich viele Bilder dieser Art gesehen und war völlig hin und weg. Schon immer hat mich die Unterwasserwelt fasziniert und es wäre für mich ein Traum, einmal ein Korallenriff auf Fotos festhalten und heutzutage ist dies durch gute Unterwassergehäuse ja gut möglich. Auch Portraits dieser Art finde ich sehr spektakulär, da Bewegungen unter Wasser einfach ganz anders und filigraner rüber kommen als an Land.

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Wir bedanken uns bei Patrick Pfaff für das Interview.

Mehr über Patrick Pfaff und seine Arbeiten kannst du dir hier anschauen:

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