Interview mit dem Filmemacher und Fotografen Ben Bernschneider

Ich verstehe nicht, wie man sich auf Instagram Nachrichten schreiben kann.

@sapirazulaybe keeping it cool in #TalesofanAmericanSummer 🇺🇸🌴💎

Ein von Ben Bernschneider (@benbernschneider) gepostetes Foto am

MOLOGUE: Warum bist du auf Instagram?

Ben Bernschneider: Um Bilder zu posten.

MOLOGUE: Welche Strategie verfolgst du auf Instagram?

Ben Bernschneider: Keine, ich poste lediglich dann und wann Bilder, um auf meine Arbeit aufmerksam zu machen.

MOLOGUE: Wie viel Zeit verbringst du täglich auf der Plattform?

Ben Bernschneider: Ich hab das Telefon die ganze Zeit in der Hand. Als Automatismus gucke ich bestimmt alle 30 Minuten mal, ob was passiert ist. Aber seit meine Timeline nicht mehr in korrekter Reihenfolge angezeigt wird, gucke ich seltener rein.

MOLOGUE: Was bedeuten dir die Interaktionen mit anderen Nutzern?

Ben Bernschneider: Anfänglich war an Instagram so gut, dass die Leute geliked haben (oder auch nicht), aber ansonsten den Rand gehalten haben. 🙂 Ganz im Gegensatz zu FB, wo jeder meint, ungefragt seinen Senf zu allem abgeben zu müssen. Jetzt ist alles irgendwie gleich. Ich meine, im Museum zückst du doch auch nicht deinen Edding und schreibst „was für 1 life“ unter die Mona Lisa. Ich versuche wenig zu interagieren, bleibe aber natürlich höflich und antworte auf alles. Ich verstehe aber trotzdem nicht, wie man sich darüber Nachrichten schreiben kann.

There it is. The cover of RETURN OF AN AMERICAN SUMMER. 💕 #returnofanamericansummer @faithpicozzi @malte.metag #benbernschneider

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MOLOGUE: Wie oft likst und kommentierst du andere Bilder auf der Plattform?

Ben Bernschneider: Phasenweise, wenn mich was bestimmtes interessiert, like ich oft. Und bei Freunden schon mal aus Respekt. Aber seit Wochen habe ich bestimmt nur gepostet und gar nicht mehr bei anderen reingeguckt, weil ich wegen „Return of an American Summer“ so im Tunnel war.

MOLOGUE: Ist für dich Instagram als Plattform wichtiger als Facebook?

Ben Bernschneider: War es, ja. Das Gesabbel, die Meinungsmacherei bei FB ging mir schon immer auf den Sack. Aber über Instagram verkaufe ich keine Bücher. Im Gegensatz zu Facebook, wo ein Post für 200 Bestellungen sorgt.
Vielleicht hat der typische Insta-Nutzer die Idee verinnerlicht, dass es visuelle Kunst eh umsonst auf seinem Handy gibt. Aber wie schlimm, die Bilder in so einer Größe, auf einem Bildschirm zu sehen und das für den Status Quo zu halten, wie man Bilder betrachtet.

Mehr Bilder von Bern Bernschneider findest du auf seiner Website, auf Facebook und auf seinem Instagram-Account.

 

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