Jennifer Zinke: Der größte Reiz ist die Selbstverwirklichung

MOLOGUE Fotografin Jennifer Zinke
89 Mal. So oft haben wir in den vergangen Wochen den Instagram Account der Fotografin Jennifer Zinke besucht. Der Grund dafür war immer gleiche: Die sympathische Fotografin macht einfach unverschämt gute Bilder! Es ist uns daher umso mehr eine Ehre, ihre Arbeiten im neuesten Feature vorstellen zu dürfen. Mehr über die junge Fotografin Jennifer Zinke und eine Auswahl ihrer Fotografien findest du hier:

MOLOGUE: Hallo Jennifer, stell dich den Lesern einmal vor: wer bist du?

Jennifer Zinke: Hallöchen! Ich bin Jennifer, 24 Jahre alt und aus Dresden. Fotografin nenne ich mich jetzt schon seit 5 Jahren. Damals übte ich noch mit Blumen und Tieren vor der Kamera, heute fotografiere ich leidenschaftlich gern Models, Hochzeitspaare und Familien.

MOLOGUE: Wieso bist du Fotografin geworden?

Jennifer Zinke: Diese Entscheidung traf ich nicht bewusst. Am Anfang habe ich nur aus Lust und Laune fotografiert, fing an Freundinnen abzulichten. Die Fotos kamen in deren Freundeskreisen wiederum gut an und somit erhielt ich weitere Anfragen.
Ich war überwältigt, dass sich zu Beginn alles von selbst entwickelt hat. Die Nachfragen wurden immer mehr und somit begann ich mein erstes Geld zu verdienen. Es entwickelte sich weiter und weiter und nun fotografiere ich viele Hochzeiten im Jahr, habe tolle Models vor der Linse und bin wahnsinnig dankbar für diesen Lauf der Dinge.

MOLOGUE: Was reizt dich an der Fotografie?

Jennifer Zinke: Der größte Reiz ist die Selbstverwirklichung. Jeder Kreative wird dieses Gefühl kennen: Man hört einen Song und es laufen Bilder im Kopf ab. Man sieht eine Schaukel am Obstbaum oder ein altes Gebäude mit einer Bank davor und man hat eine Geschichte vor Augen.

So ist es bei mir auch und ich kann diese Maschine, die sich mein Kopf nennt, nicht mehr ausschalten. Ich gehe im Urlaub am Strand entlang und möchte den Anblick der Möven über dem Meer festhalten. Ich entdecke ein tolles Kleid beim Einkauf und sehe mein nächstes Model darin. In einer romantischen Filmszene folge ich nicht mehr dem Film, sondern plane schon mein nächstes Shooting nach diesem Vorbild. Dies ist der größte Reiz für mich – meine „Maschine“ arbeiten zu lassen und Ideen genau so umzusetzen.

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MOLOGUE: Wie inspirierst du dich?

Jennifer Zinke: Heutzutage fließt viel Inspiration durch Social Media zu mir. Auf diesen Plattformen habe ich große Vorbilder, die mich inspirieren, aber auch kreative Freunde, welche mich täglich mit ihren Arbeiten überraschen. Allerdings finde ich fast überall Inspiration: Leute auf der Straße, Landschaften, Werbung im Fernsehen, die Mädchen im Fitnessstudio oder die Frau im Blumenladen. Wie schon gesagt, mein Kopf arbeitet immer. 🙂

MOLOGUE: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Jennifer Zinke: Sinnlich, elegant.

MOLOGUE: Hast du einen Workflow, wenn du fotografisch tätig bist?

Jennifer Zinke: Auf jeden Fall. Step 1 ist bei mir IMMER: Das Eis brechen! Egal, ob Model, Kunde oder Freundin. Ich stelle zu erst eine Verbindung her. Für mich ist dieser Punkt das A und O, um vor der Kamera natürlich und locker zu sein.
Schon beim Fotografieren merke ich mir meist meine drei bis vier Lieblingsbilder. Wird diese Vorahnung später am Computer bestätigt, kann ich nicht lange warten und bearbeite diese sofort. Dabei nutze ich Adobe Lightroom für die Farbstimmung und gehe für die Retusche zu Photoshop über. Oft brauche ich für Fotografien, die mir von der ersten Sekunde an gefallen, nur wenige Minuten bis zum fertig bearbeiteten Bild. Manchmal verrenne ich mich aber auch, versuche verschiedene Farblooks und komme nicht zum Ende. In solchen Situationen lasse ich das Foto erstmal liegen und fange am nächsten Tag nochmal neu an. Das hat bisher immer geholfen!

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MOLOGUE: Hast du ein persönliches „Lieblingsbild“?

Jennifer Zinke: Meine Lieblingsbilder hängen in meiner Wohnung als Leinwände. Diese wechseln alle paar Monate. Ein Bild wurde jedoch seit drei Jahren nicht von seinem Thron verdrängt. Es zeigt meine Freundin Meike in Schwarz und Weiß mit wehenden Haaren am Strand.

MOLOGUE Fotografin Jennifer Zinke

Dieses Foto bedeutet mir einfach sehr viel, denn wir beide kannten uns vorher nur als „Model“ und „Fotografin“. Dennoch sind wir spontan in einen Urlaub geflogen, der bislang einer der schönsten Urlaube für mich war. Dieses Foto erinnert mich immer daran und zeigt mir, wie schnell man einen Seelenverwandten irgendwo auf der Welt treffen kann.

MOLOGUE: Wie nutzt du die sozialen Plattformen für deine Arbeit?

Jennifer Zinke: Sie sind gar nicht mehr wegzudenken! Ich würde sagen, dass 60 Prozent meiner Aufträge auf den sozialen Medien basieren. Entweder Kunden haben meine Arbeiten dadurch entdeckt oder sie wollen für Instagram, Facebook und Co Inhalt produziert haben. Prinzipiell ist es eine tolle Möglichkeit für sich selbst Werbung zu machen, auch wenn es viel Zeit und Nerven in Anspruch nimmt. Ich finde es toll, direkt Feedback zu meinen Arbeiten zu bekommen und mit Followern hin und her zu texten. Diesen Pluspunkt möchte ich nicht mehr missen!

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Wir danken Jennifer Zinke für das Interview.

Mehr Bilder der Fotografin Jennifer Zinke findest du auf ihrer Website, auf Facebook und zweimal auf Instagram
@jenniferzinke.de und @jennifersromance

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