Alisa Koch im Interview

MOLOGUE_Alisa-Koch_2

Du möchtest wissen, wie Alisa Koch zur Fotografie kam, welche Fotograf*innen sie persönlich großartig findet und welche Rolle die sozialen Medien für ihre Arbeit spielen? Dann solltest du das Interview mit der wunderbaren Fotografin Alisa Koch unbedingt lesen!

Das erste Mal sind uns die Arbeiten von Alisa Koch vor wenigen Monaten auf Instagram aufgefallen – klar, wo auch sonst? Uns gefielen die intensiven Nahaufnahmen und das Künstlerische an ihren Arbeiten. Die Fotografien wirkten klar und unmittelbar. Für uns stand schnell fest: diese Fotografin müssen wir interviewen! Als Alisa Koch auf unsere Anfrage positiv reagierte, waren wir ehrlicherweise sehr erleichtert. Wir wollten diese talentierte Fotografin unbedingt für das erste Interview nach der langen Pause haben. Wenige Wochen später ist es endlich soweit. MOLOGUE ist zurück aus der Pause und startet das Comeback mit einer großartigen Fotografin. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Interview und hoffen, dass euch die Bilder der Fotografin Alisa Koch genauso gut gefallen wie uns.

MOLOGUE_Alisa-Koch_2

 

MOLOGUE: Hallo Alisa, stell dich den Lesern einmal vor: wer bist du?

Alisa Koch: Vermutlich eine sehr kamerascheue Fotografin 😀 Vielleicht ändert sich das ja noch. Aber so grob zu mir: Ich bin 21 Jahre alt, aufgewachsen an der Bergstraße, geboren in Bad Kreuznach.

MOLOGUE: Wieso bist du Fotografin geworden?

Alisa Koch: Die Liebe zur Fotografie hatte ich schon als kleines Kind. Als ich klein war, habe ich mir immer Papas Kamera geschnappt, bis ich irgendwann eine Eigene bekam (ich war so stolz!). Da war alles noch ein Hobby und ich fotografierte Freundinnen, damit die ihre Profilbilder im Social Media erneuern konnten. Bis der Moment kam, dass ich mich für den Weg als Fotografin entschied, hatte es aber noch wesentlich länger gedauert. Ich hielt meine Fotografien damals für nicht gut genug und habe immer gedacht, es wäre total absurd, das zu professionalisieren.

Ich lud regelmäßg Fotos in mein persönliches Album auf Facebook hoch und fotografierte immer regelmäßig. Mit 16 hat mich dann einmal eine gute Bekannte auf dem Schulhof angesprochen als ich am Vorabend mein Album mit neuen Fotos aktualisierte. Sie fragte mich, ob ich die Bilder wirklich gemacht hätte und lobte mich total. Da hatte ich zum ersten Mal den Gedanken, dass es vielleicht doch klappen könnte irgendwann. Ein Jahr danach animierten mich nochmal einige Freunde dazu, endlich einen Business zu starten. Der letzte Schritt folgte allerdings erst vor 2 Jahren als mich ein Dozent im Studium dazu ermutigte und mich effektiv unterstützte. Er hat mein Logo kreiert, wofür ich ihm heute noch wahnsinnig dankbar bin. Nachdem das stand, habe ich selbst dann die Entscheidung getroffen, dem Ganzen eine Chance zu geben.

MOLOGUE: Was reizt dich an der Fotografie?

Alisa Koch: Fotografie ist ein wahnsinnig kreativer Bereich. Man konzipiert, gestaltet, verändert, managed und inszeniert sehr viel. Das Einfangen besonders emotionaler Momente klappt aus meiner Sicht in der Fotografie noch besser als im Film und gleichzeitig sind Fotos weitaus beständigere Medien als Videos. Ich blättere selbst total gerne in alten Fotoalben und bin ein richtiger Fan analoger Fotos.

MOLOGUE Interview mit der Fotografin Alisa Koch

MOLOGUE: Wie inspirierst du dich?

Alisa Koch: Meine größte Inspiration außerhalb klassischer Moods, die ich jeden Tag sammle, ist die Musik. Schon als Kind habe ich in meinem Zimmer fast täglich Musik rauf und runter gehört.

MOLOGUE: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Alisa Koch: Sehr natürlich, zeitlos, ein wenig bunt, aber unaufgeregt und ehrlich.

MOLOGUE: Hast du einen Workflow, wenn du fotografisch tätig bist?

Alisa Koch: Ich bereite die Shootinglooks gemeinsam mit dem Make-Up-Artist bereits einige Wochen vorher vor. Wir erstellen im Schnitt immer drei bis vierseitige Moodboards. Zu meiner Shootingvorbereitung gehört dann definitiv das Pre-Shooting-Frühstück. Ich finde es unheimlich wichtig, dass man auch die Agenturmodels persönlich kennenlernt und ein bisschen übereinander erfährt. Während dem Shooting lasse ich immer die Models über die Musik am Set entscheiden. Der Ablauf danach ist denke ich recht klassisch: Styling, Shooting und Postproduktion. In der Postproduktion arbeite ich ausschließlich mit Lightroom.

MOLOGUE Interview mit der Fotografin Alisa Koch

 MOLOGUE Interview mit der Fotografin Alisa Koch

MOLOGUE: Hast du ein persönliches „Lieblingsbild“?

Alisa Koch: So ein richtiges Lieblingsbild habe ich gar nicht. Es sind immer mal wieder ein paar Fotos dabei, die mich persönlich mehr berühren oder „catchen“ als andere. Aktuell wäre es das hier:

Fotografin Alisa Koch im Interview

Ich wollte schon immer eine leichte Bewegung in die Bilder bekommen, was mir hier zum ersten Mal wirklich gelungen ist. Gleichzeitig mag ich den nachdenklich-melancholischen Look.

MOLOGUE: Wie nutzt du die sozialen Plattformen für deine Arbeit?

Alisa Koch: Mir ist Social Media extrem wichtig! Da sich mein Studium mit Kommunikations- und Medienmanagement auch weitestgehend damit befasst, verfolge ich eine crossmedial Herangehensweise. Meine wichtigsten Plattformen sind Instagram und Facebook. Ansonsnten schätze ich Behance noch sehr, um Serien zu präsentieren. Die Interaktion mit der Community ist mir sehr wichtig. In meiner Gruppe „Portraitfotografie für Anfänger“ habe ich auch endlich die Möglichkeit gefunden, Anfängern in der Fotografie auf ehrliche und wirksame Weise zu helfen und zu coachen. Es ist nicht nur eigene Erfolg, der zählt.

MOLOGUE Interview mit der Fotografin Alisa Koch

MOLOGUE: Hand aufs Herz: welchen Fotografen/Fotografinnen findest du persönlich großartig und warum?

Alisa Koch: Meine erste große Inspiration aus fotografischer Sicht war Mischa Buckow.Er kommt sogar aus einem Nachbarort in meiner Heimat und war daher der erste Fotograf, den ich privat gern verfolgt habe. Außerhalb von Mischa bin ich noch ein großer Fan von Desiree Mattson, Patrick Xiong, Kat Irlin, Tamara Williams und Tina Eisen. Desirees Arbeiten gefallen mir unheimlich gut, da sie so außergewöhnlich sind, oft verzerrt, fast realitätsfremd und irgendwie etwas märchenhaft mit einem Editorialtouch. Patrick Xiong ist da das komplette Gegenteil und ich liebe die unveränderte Schönheit, die er wahnsinnig emotional und frei von Regeln abbildet. Durch das Schwarzweiß sind seine Fotos auch immer extrem emotional, wobei ich auch die Farbfotos gerne mag. Kat Irlins Fotos haben mich durch den New York Flair und die „Sex and the City“-Magazin-Vibes total eingenommen. Sie hat so eine unbeschwerte Art, Menschen natürlich an verschiedenen Locations abzubilden. Gleichzeitig mag ich die analoge Darstellung sehr. Tamara Williams und Tina Eisen sind für mich absolute Beauty-Inspirationen. Die Kompositionen von beiden sind sehr stark und die Lichtspiele von beiden gefallen mir sehr gut und vor Tamaras Modelauswahl ziehe ich wirklich jedes Mal den Hut.

MOLOGUE Interview mit der Fotografin Alisa KochMehr Fotografien von Alisa Koch kannst du dir hier anschauen:

Instagram

Facebook

Dir gefällt sicher auch...